Spendenübergabe an Kinderklinik

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Scheeßel/Rotenburg (jo). „Lachen macht tatsächlich gesund“, betont Jens Siegel, Chefarzt der Rotenburger Kinderklinik. „Das belegen mehrere Studien.“ Und Lachen ist ja bekanntlich auch umsonst. Viele Spaßbringer, wie die Klinikclowns aus Bremen, müssen aber auch für ihren Aufwand entlohnt werden. Da kommt eine Spende von der Grundschule Scheeßel genau richtig.

Traditionell sammelt die Schule bei ihren Weihnachtsaufführungen Spenden für karitative Zwecke. Diesmal waren die Klinikclowns an der Reihe. Stolze 550 Euro kamen Mitte Dezember zusammen. Das Publikum bekam für seine Großzügigkeit auch jedes Jahr viel geboten: Junge Musiker, Tänzer und Schauspieler sorgten vor einem Monat dafür, dass die Aula „wieder proppenvoll war“, erinnert sich Schulleiterin Meike Nerding-Ehlbeck zurück. „Seit Beginn des Schuljahres haben sich unsere kleinen Akteure auf ihren großen Moment vorbereitet.“

Der Höhepunkt der beiden Abende war wieder das Weihnachtsmärchen: Vergangenes Jahr lautete dies „Ylja und Arkin und die Rache des Mandragors“. Geschrieben hatte das Stück Klaus Wegner, aus dessen Feder auch schon zwei weitere Geschichten mit den Protagonisten „Ylja“ und „Arkin“ stammen. Bei allen drei Stücken führte Iris von Wissel Regie und brachte ihren Schülern der Theater-AG die Schauspielerei nahe. „Wir haben immer sehr talentierte Kinder auf der Bühne“, lobt die Grundschullehrerin ihre Schützlinge. „Anfangs sind sie immer noch ganz schüchtern, aber dann gedeihen sie.“ Ein positiver Nebeneffekt sei zudem die Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Und Lampenfieber gehört laut dem achtjährigen Melvin mit dazu: „Vorher war ich schon aufgeregt, aber als ich dann auf der Bühne stand, war es gar nicht mehr so schlimm.“ Den Moment vor großem Publikum genoss auch seine Schauspielkollegin, die achtjährige Neele: „Es ist toll, wenn man dann endlich da oben steht.“ Nach den Darbietungen der kleinen Künstler gingen die Grundschüler fleißig mit ihren Spendenkörben durch die Reihen. Das gesammelte Geld reichte die Grundschule an ihren Förderverein weiter. Vorstandsmitglied Gudula Willers hatte darauf im Winter vorgeschlagen, die Klinikclowns und somit auch die Kinderklinik in Rotenburg zu unterstützen. Denn das Diakonieklinikum ist auf Spendengelder für die Clowns angewiesen, da sie die Fördermittel nicht aus dem allgemeinen Pflegesatz bezahlen darf. „Ich freue mich, dass dieses Bewusstsein für das Projekt da ist“, bedankt sich Siegel. „Für unsere kleinen Patienten in der Kinderklinik ist der Besuch immer wie eine kleine Zirkusvorstellung. Und man selbst schaut sich auch immer was bei den Clowns ab.“ Spielerisch bringen die lustigen Besucher zum Beispiel Kindern mit Diabetes den richtigen Umgang mit Insulinspritzen bei. Hauptaufgabe der Klinikclowns, die alle zwei Wochen in der Wümmestadt vorbeischauen, sei, ,„die Kinder aus der Krankenhausatmosphäre und dem Alltag für einen Moment herauszuholen“, so Chefarzt Siegel.

Weitere Informationen zu den Bremer Klinikclowns finden Interessierte im Internet unter der Adresse www.bremerklinikclowns.de.